Tausche Geld gegen (guten) Unterricht

leonardoUnter diesem Motto könnten einige Infos stehen, die diese Woche durch mein Ohr und mein E-Mail Postfach reingeflattert kamen:

Erstens:

Interessant erschien mir die Realisierung einer beruflichen Ausbildungs-Partnerschaft im Rahmen des EU-Projektes „Leonardo“, vorgestellt durch Agenten das Team der Nationalagentur Österreich (… welch ein Name).

Das würde so aussehen:

  1. Man suche sich zwei europäische Partner im Ausland (egal ob Schule, Unternehmen oder Institution). Reine Schulpartnerschaften sind nicht erlaubt.
  2. Jeder Partner beantragt dasselbe Projekt bei der jeweiligen Nationalagentur (… langsam gewöhne ich mich an den Namen… nein, doch nicht).
  3. Man führe ein Projekt durch und hat am Ende irgendein vorweisbares Ergebnis (Video, DVD, Bericht, Ausbildungskonzept, Produkt, …)
  4. Zur pauschalen Abdeckung der Kosten erhält man je nach Anzahl der dazu benötigten Reisen (… die nennen das „Mobilitäten“) zwischen EUR 8.000 und EUR 24.000.

Nähere Infos unter lebenslanges-lernen.at und laufende und abgeschlossene Projekte finden wir in der Adam-Datenbank. Nähere Infos und Beratung bei der Nationalagentur in Ihrer Nation.

Zweitens:

Fördern lassen können sich „Fachleute der beruflichen Aus- und Weiterbildung“ 1 bis 6 Wochen im Ausland. Dieser Aufenthalt sollte dem Erfahrungsaustausch und dem Wissenstransfer dienen, dem spezifischen Berufsfeld angeglichen sein, der Qualität der Ausbildung dienen und daheim dann wieder verbreitet werden. Auch ganz nett.

Drittens merken Bildungsverantwortliche langsam aber sicher, dass eContent für eLearning irgendwie notwendig ist. Und ich vermute, dass die vermuten, dass haufenweise eContent auf Lehrer-Notebooks herumschwirrt und der so super-gut ist, dass andere den auch unbedingt einsetzen wollen. Beispiele gibt es hier und hier (… know what I mean??). Und da kam prompt eine email reingeflattert, in der das bmukk (für meine deutschen und schwiezer-Leser: die nationale Bildungsbehörde) ganz schüchtern und leise eine nicht näher genannte Abgeltung für die freiwillige und uneigennützige Überlassung von Content auf 5 Jahre in Aussicht stellt. Wieviel, das sagt der Antrag nicht. Aber zumindest kann jeder mal einreichen.

Einreichbedingungen runterladen. Viele, viele Infos, was die wie und wo genau wollen: Hier bei der virtuellen Schule.

Viertens findet diese Woche eine OBIS-Pflichtveranstaltung statt. (Ich habe voriges Jahr über dieses oberösterreichische Berufsschullehrer-Informationssystem noch wohlwollend berichtet). Jede oberösterreichische Berufsschule ist per Erlass verpflichtet, einen Vertreter zu dieser Veranstaltung zu schicken. Dieser Vertreter hat zwei Unterrichtsvorbereitungen mitzubringen. Bei dieser Pflichtveranstaltung wird uns dann beigebracht, wie Unterrichtsvorbereitungen in das System einzupflegen sind.

Viel spannender finde ich allerdings, inwieweit das System gegenüber dem Vorjahr verbessert worden ist und was sich die Betreiber ausgedacht haben, um einen regelmäßigen Content-Zufluss zu gewährleisten. (Die können ja nicht alle paar Wochen eine Pflichtveranstaltung abhalten. Oder doch?)

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