Sauberkeit in den Klassen – der Aufräum-Song

Alter ApfelPapiertaschentücher, leere Plastikflaschen, Kaugummi, zerknüllte Papierfetzen, Orangenschalen und angebissene Äpfel … nicht gerade eine nette Lernumgebung.

Unsere Reinigungskräfte sind in den Klassen morgens vor dem Unterrichtsbeginn und abends zwischen Unterrichtsende (17.20 Uhr) und Studierstunde (ab 19.00 Uhr) unterwegs, im Internat vormittags. Dazwischen versuchen wir Lehrer, den gröbsten Unrat (siehe oben) von den Verursachern selbst entfernen zu lassen.

Zu Lehrgangsbeginn erkläre ich noch (geduldig), dass die Reinigungskräfte nicht dazu da sind, jeden Müll, der nicht ordnungsgemäß im Papierkorb oder in der Altpapier-Kiste landet, aufzuräumen. Ich bleibe mittlerweile sogar relativ ruhig bei Fragen wie: „Wozu sind die Putzfrauen denn sonst da?“. Nach ein paar Tagen haben es fast alle kapiert, die Klassen sind abends in ganz passablen Zustand und die Reinigungskräfte melden sich lobend zu Wort.

Dann reißt wieder mal ein „Schlendrian“ ein und in Wirtschaftskunde, Politischer Bildung oder Englisch müssen wir wertvolle Unterrichtszeit für Müllbeseitigung verwenden. Um dieses leidige Thema etwas lustiger und motivierender zu gestalten, sang mir nun meine größere Tochter dankenswerterweise ihr Kindergarten-Aufräum-Lied auf meinen ipod. Gefolgt von einem fetzigen Podrunner-Track von dj steve boyett sollte die nächste Aufräumaktion eigentlich ein Vergnügen werden und auflockernd wirken. Einige Gymnastikübungen oder Tanzschritte geben zusätzlich Kraft für die nächsten Unterrichtsminuten. Fenster öffnen. Atmen. Bewegung. Hüpfen. Jaaaahhh.

Portable Lautsprecher und ipod gehören mittlerweile zur Standardausrüstung für meinen Unterricht – privat finanziert, versteht sich.

One thought on “Sauberkeit in den Klassen – der Aufräum-Song

  1. Sie haben im JANUAR gesagt, daß die aktion eigentlich prima laufen SOLLTE, inzwischen aber nichts hunzugefügt. es hätte mich interessiert, was passiert ist. außerdem kann ich eine strategie beifügen, die ich mal für eine firmeninterne schule entwickelt hatte. wir haben damals zuerst einige logische KATEGORIEN entwickelt, wie PAPIER oder METALL (z. B. coladosen) etc. danach wurden per zufallsprozess (namen aus dem hut ziehen) spielleiter bzw. manger gewählt, die für jene bereich zuständig waren. die zuständigkeit galt jeweils für eine woche und wurde dann neu zugewiesen. es ist schon komisch: in dem augenblick, wo peer verantwortlich sind (vg. putzdamen, die keine peers sind), ändert sich das verhalten schlagartig, wenn die gruppendynamik der klasse in ordnung ist.
    vielleicht möchten einige Ihrer LeserInnen das einal ausprobieren?
    vfb

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