Der kleine Ätt, das Kennenlernspiel zu Schulbeginn

Tagesschau.de bringt einen netten Artikel über skurrile Vornamen. Chinesische Eltern haben Ihren Sprössling @ getauft, weil sich das @ (ätt) wie das chinesische Wort für Liebe anhört. Franzi von Almsick nennt ihren Kleinen „Don Hugo“. Erinnert mich auch irgendwie an was anderes. Meine Frau hatte kurzfristig einen Chef, der „Nils“ hieß. Ich habe da immer an den „kleinen Nils“ von Antenne Bayern denken müssen. Lehrer sollten ja versuchen, ihre Kunden Schüler namentlich zu kennen. Mir helfen lustige Assoziationen dabei ganz gut. Es versteht sich, dass diese Assoziationen nur im Lehrerkopf bleiben und den Schüler nie beleidigen dürfen.

Ein nettes Kennenlernspiel mit Namen funktioniert ganz gut wie folgt:

  1. Schüler und Lehrer sitzen im Kreis.
  2. Der Lehrer nennt seinen Namen, sagt einen kurzen Satz dazu und macht eine Geste. (Beispiel: „Ich heiße Werner, freue mich, dass sie Sonne scheint“; hebt den linken Fuß).
  3. Der Schüler links neben dem Lehrer wiederholt: „Werner. Er freut sich das die Sonne scheint“ und hebt den linken Fuß. Danach nennt der Schüler selbst seinen Namen („Mario“), sagt einen kurzen Satz („Ich mag die Simpsons“) und macht eine Geste („grinst“).
  4. Der nächste Schüler wiederholt „Werner, freut sich…“ bis „Mario, mag die…“ und nennt dann selbst seinen Namen, sagt einen Satz usw.

Der Vorteil dieses Spiels ist, dass die Namen nach einer Runde ganz gut gemerkt werden. Die Konzentration der Schüler wird selten so hoch sein, keiner will hier versagen. Aufpassen sollte man, dass die Statements nicht allzu negativ ausfallen dürfen, um keine allgemeine negative Stimmung („null bock auf Schule“) aufkommen zu lassen. Eventuell sollte man vorher darauf hinweisen.

Alternativ kann der Name, ein Tier (eine Stadt, ein Land, ein Prominenter) mit gleichem Anfangsbuchstaben genannt werden. Man sollte aber die Schüler vorwarnen: Etliche Kombinationen können sehr lange (bis zum Ende der Schulzeit) in den Köpfen der Mitschüler haften bleiben.

5 thoughts on “Der kleine Ätt, das Kennenlernspiel zu Schulbeginn

  1. DIese kennen lern Spiel finde ich sehr nett!
    Für Kindergartenkinder etwas zu schwierig, da würde ich nur den letzten NAmen wieder holen!

    lg

  2. wir haben dieses spiel früher als KOFFERPACKEN gespielt (vor den ferien z.b.). erfahrungen:
    1. (Zu NICHT KINDERGARTEN, oben): genau. ab ca. 7 – 8 jahre geht es, ab 10 und mit (jungen) erwachsenen am ergiebigsten.
    2. wenn die namen aller mitspielerInnen in einem hut „lagern“ und ein spielleiter jeweils blind einen zieht, muß man sich auch die person besser merken. außerdem wissen hinterher nicht alle prinzipiell das der ihnen am nächsten sitzenden am besten. und da schülerInnen sich gerne immer wieder ähnlich hinsetzen, bringt das mehr fairheit ins spiel. hinzu kommt, daß man weit wacher sein muß, wenn man nicht vorhersehen kann, wann man selber dran ist.
    3. durch die VERBINDUNG von 2 – 3 elementen wird es möglich, einzelne „Fakten“ zu lernen, also kann das spiel auch für WISSEN eingesetzt werden. so habe ich es nach der ersten koffer-packen-runde früher oft eingesetzt, vor allem für „Pauk-Material“, das nicht gepaukt werden sollte (weil ich prinzipiell gegen pauken bin!)
    vfb

  3. hallo..nettes spiel…nur bei einer grossen klasse dauert das schon ziemlich lange..
    ich mache das immer in verbindung mit eigenschaftswörtern..
    karin ist keck…max ist mutig…

    lgks

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