Speed Powerpoint für die Generation Net

Via Wikipedistik-Blog bin ich auf eine (mir) neue Vortragsart gestossen, die eine wichtige Grundregel beim Präsentieren von Powerpoint-Slides (oder Folien) ignoriert: Pro Minute maximal eine Folie verwenden, besser drei bis fünf Minuten zu einer Folie sprechen.

Dick Hardt ist diese Regel völlig egal. Er kommt in seinem Vortrag über identity 2.0 auf knapp 30 (dreißig!!) Folien pro Minute(!).

Völlig irre, gefällt mir aber (irgendwie). Vielleicht lässt sich diese Methode für Blitz-Vorstellrunden in der Schule einsetzen? Oder als Einstieg (quasi Rundumschlag) für ein größeres Kapitel. Ich könnte mir vorstellen, dass eine kurze Blitz-Präsentation dieser Art über 3-5 Minuten die Aufmerksamkeit der Schüler erhöhen könnte – wenn das nicht zu oft angewandt wird. Es wird nicht schwierig sein, die Schüler zu motivieren, selbst solche Präsentationen zu erstellen. Unsere Schüler sind die rasche Abfolge der Slides aus Video-Clips und Games gewohnt und können vermutlich ganz gut damit umgehen.

Marc Prensky sagte schon 2001 in seinem Artikel Digital natives, digital immigrants: „Digital Natives are used to receiving information really fast. They like to parallel process and multi-task. They prefer their graphics before their text rather than the opposite. They prefer random access (like hypertext). They function best when networked. They thrive on instant gratification and frequent rewards. They prefer games to ’serious‘ work.“

Die Methode sollte daher für unsere Schüler funktionieren, für den Elternabend würde ich sie aber nicht verwenden.

Voraussetzung zur Erstellung einer Präsentation diesen Stils sollte der effiziente Umgang mit der Google-Bildersuche, Snapshot-Programmen und natürlich Powerpoint sein. Auch dann ist so eine Präsentation noch zeitaufwändig genug.

Wie heißt nun diese Methode? Weiß das wer? FTR-Presentation (FTR=faster than recommended)? CFTF-Presentation (CFTF=clearly far to fast)? Slides@Speed-Presentation?

2 thoughts on “Speed Powerpoint für die Generation Net

  1. Hallo Werner,
    ich könnte mir auf vorstellen, dass diese Form der Präsentation als motivierender Einstieg in eine Unterrichtsreihe funktionieren könnte. Einen Versuch wäre es auf jeden Fall wert! Mich erinnert diese Form der Präsentation an die Methode des „Speed-Readings“? Vielleicht könnte man das ganze Speed-Presentation nennen?
    Beste Grüße
    alex

  2. Geschichte und Neue Medien » Blog Archiv » Speed Presentation

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s