Heiko Ernst: Das Geheimnis der Könner

Eine der wichtigesten Quellen für SELBSTachtung und Glück ist, in irgendeiner Fähigkeit besser als der Durchschnitt zu sein. Dazu ist es notwendig, fleißig und HARTnäckig zu üben. Dabei findet Lernen immer in Schüben statt, wir machen auf kaum einem Gebiet gleichmäßige FORTschritte. Durch üben bildet sich ein „HABITuelles verHALTENssystem“ heraus, der uns erlaubt, etwas ohne nachzuDENKEN, zu tun, ein Resultat von IMpliziten Lernen.

Die NICHT-Meister sind irgendwo STEHENgeblieben, davon gibt es drei Typen:

a) sprungHAFTer Dilettant: ist ins Beginnen verliebt, beim ersten Rückschlag verfliegt das InterESSE.

b) der Obsessiv-VerKRAMPFte: will der Beste sein, macht frewillig Überstunden, fragt den Lehrer Löcher in den Bauch, will nicht akzeptieren, dass manche Fertigkeiten sich langsam entwickeln. ZusammenBRUCH.

c) der zuFRIEDENe Dilettant: wenig anspruchsvoll, gibt sich mit Grundkenntnissen zufrieden, Dienst nach Vorschrift, bequem.

Wie werden wir MEISTer?

a) durch bestmögliche InSTRUKTion: bestmöglicher Lehrer
b) Lust an der WiederHOLung
c) BeSCHEIDENheit: ich weiß, dass ich noch zuwenig weiß
d) Ziel im Auge behalten
e) An die Grenzen gehen oder sie ÜBERschreiten.

Kreative Genies werden eingeteilt in MEISTer (wie Mozart), Macher (Freud), Genies der Selbsteinsicht (Virginia Woolf) und BeeinFLUSSer (Gandhi). Was machen die anders?

a) Fehler sind Chancen
b) sich selbst Rechenschaft ablegen: kritische Bestansaufnahme
c) Erkenne Stärken und Schwächen: Kraft in Stärken investieren

Die FÄHIGkeit, Leistung punktgenau zum richtigen Zeitpunkt abrufen zu können, unterscheidet den mental starken Könner vom Mittelmäßigen, aber auch vom Könner, der aufgrund psychischer Schwächen zum Versager wird. Ziel ist der „ideal performance state“ um das Optimum herauszuholen. Diesen kann man zB mit Ritualen erreichen. Wir können hier Sportler als Vorbild nehmen. Die Imagination, die Fokussierung auf das Ziel ist die Wunderwaffe in der Sportpsychologie geworden. Muskuläre Fitness lässt sich auch durch mentale Übungen steigern. Diese Zone entspricht dem „Flow“. Wenn aber allein der Sieg, und nicht das Tun, im Mittelpunkt steht, dann verschwindet allmählich die Freude. Das Tun muss Selbstzweck sein damit die mentale Fokussierung auf Dauer eintritt.

Simulationen beschäftigen sich nicht mit dem Ziel, sondern vor allem mit dem Weg dorthin. Sie antizipieren Schwierigkeiten, ermöglichen eine szenariohafte Lösungsmöglichkeiten und helfen, Emotionen in kritischen Situationen zu kontrollieren.

Bandura entwickelte das Konzept der SelbstWIRKsamkeit (self-efficacy). Das ist ein Bündel von Überzeugungen, die wir über unsere Fähigkeiten entwickeln und pflegen. Selbstwirksamkeit ist das VerTRAUen in die eigene LeistungsFÄHIGkeit und die ÜberZEUGung, einer AufGABE gewachsen zu sein. („gute MEINung“ über sich selbst). Tatsächlich vorHANDene Fähigkeiten sind nicht so wichtig, wie der GLAUBE, sie zu beSITZen.

SelbstWIRKsame erzeugen ihre ZuKUNFT, sie sagen sie nicht nur voraus. Wie entwickelt sich SelbstWIRKsamkeit?

a) ErfolgserLEBnisse
b) Lob, Vertrauen, AnerKENNung
c) VorBILDER (stellverTRETendes Lernen)

SelbstWIRKsamkeit lenkt die Auswahl unserer Ziele und bestimmt das Ausmaß an Energie und AusDAUER für ein Ziel. Wer sich für kompetent hält, sieht die Ursache für Erfolg und Misserfolg anders als ein Selbstzweifler. Selbstwirksame leben in einer Aufwärtsspirale des Erfolges: Jedes Erfolgserlebnis verstärkt den Glauben an die eigene Kompetenz.

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