Posts filed under 'Fundstücke'
Unterrichtsmaterialien für finanzielle Allgemeinbildung
Die EAEA (European Association for Education of Adults, http://www.eaea.org) entwickelt seit einiger Zeit für alle EU-Länder Unterrichtsmaterialien für die „finanzielle Allgemeinbildung“. Das Projekt heißt DOLCETA (www.dolceta.eu) und bietet Lernmodule für VerbraucherInnenbildung in den Altersgruppen Volksschule, Hauptschule und Oberstufe an.
Neben Online-Informationen, ausdruckbaren Merkblättern und Online-Quizzes werden auch sehr konkrete Unterrichtsskizzen mit abwechslungsreichen, innovativen Methoden zur Verfügung gestellt. Derzeit sind die vier Module „Verbraucherrechte“, „Finanzdienstleistungen“, „Produktsicherheit“ und „Impulse zur Verbraucherbildung“ freigeschaltet. Wir durften das Modul 7 über „Sparen“ testen, das im Frühjahr nächsten Jahres kommen wird.
Mich nervt schon seit einigen Jahren, dass in jedem Land, in jeder Schule jeder Lehrer seine Unterrichtsstunde z. B. über „Sparen“ oder „Kredite“ vorbereitet. Wie „man“ hört, findet an manchen Schulen nicht einmal ein Austausch der erstellten Materialien statt – ein volkswirtschaftlicher Unsinn. Per Mausklick auf vorgefertigte, juristisch geprüfte, abwechslungsreiche und aktuelle Materialien für den Unterricht zugreifen zu können ist leider noch immer eine Seltenheit. DOLCETA ist ein Weg in die richtige Richtung.
Selbstverständlich sollte jedem Lehrer offen bleiben können, wie er seine Stunde über „Sparen“ oder „Kredit“ gestaltet und welche Infos er vermitteln möchte. Das ist das Schöne an dem Job: Jeder kann, wenn er will, seine Kreativität voll ausleben. Es schadet aber überhaupt nicht, sich mal anzusehen, wie andere diese Stunde planen würden und sich daraus Anregungen zu holen – auch für andere Unterrichtseinheiten.
Add comment 1. November 2009
Wie ich Blogs auswähle, die ich abonniere oder ignoriere (Teil 2)
Zu meinem Posting von gestern haben mich einige gefragt, was denn nun meine persönlichen Top10-Blogs (die „MiBs“ = die Most Important BlogS) sind. Ich habe meine MiBs-Liste nun via Google-Reader hier öffentlich gestellt, sie wird automatisch aktualisiert.
Folgende Blogs sind darin enthalten:

Die Liste ändert sich alle paar Wochen dort und da, je nach persönlicher Interessenslage. Ich versuche, sie immer zwischen 10 und 15 Blogs zu halten, was nicht immer gelingt. Weniger ist mehr.
Sehr persönliche Blogs sind „Na, wie war’s in der Schule“, der Schüler-Blog „Sven’s kleiner Blog“ und „Wenn Katzen schreiben“. Alle anderen haben etwas mit Schule zu tun. Die Karriere-Bibel ist unglaublich vielseitig und enthält oft gute Artikel, sowohl für Lehrer als auch für Schüler.
Die restlichen 280 abonnierten Blogs lese ich dann und wann. Unregelmäßig und unvollständig. Manchmal wird ausgemistet, aber (zu) selten. Es kommen eher mehr Blogs dazu als weg.
Lesen kann und will ich diese Blogs nicht alle. Ich merke mir auch nicht alles, was ich gelesen habe, meist überfliege ich nur die Überschriften und die ersten paar Sätze. Aber bei Bedarf findet die Google-Reader-Suchfunktion alle Artikel mit einem gewünschten Stichwort.
Die Blog-Sammlung verwende ich als eine Art Mini-Internet, speziell abgestimmt auf meine Interessen, als „Fachzeitschrift“, speziell für mich geschrieben, mit komfortabler Volltextsuche. Ich bin gespannt, wie ich in fünf Jahren über diesen Artikel denke, wenn ich ihn lese.
4 comments 12. Oktober 2009
Studie: Lesen als Krankheit
Psychologen der Sigismund-Freund-Staatsuniversität Wien haben eine neue Studie zum Thema Lesen vorgestellt. Die Autoren der Studie schlagen vor, das Lesen von Büchern als Krankheit zu betrachten und die Therapie dagegen von den Krankenkassen bezahlen zu lassen.
Die Uni führte ein Forschungsprojekt zum Leseverhalten bei Wiens Jugendlichen durch. Demnach gaben 72 Prozent der Befragten an, sich regelmäßig mit Büchern zu beschäftigen, das heißt, entweder täglich oder zwei bis dreimal in der Woche zu aufzuschlagen.
Insgesamt wurden 1.061 Fragebögen von Schülern aus Gymnasien, Realgymnasien und kooperativen Mittelschulen in Wien ausgefüllt. Die Schüler besuchten die dritte, vierte oder fünfte Schulstufe und waren im Durchschnitt 14 Jahre alt. Der Frauenanteil der Befragten lag bei 45 Prozent.
Krankhaftes Bücherlesen: Zwölf Prozent
131 Schüler (zwölf Prozent) wiesen laut Studie ein pathologisches, also krankhaftes, Leseverhalten auf, so Studienleiter Domestik Betthany bei der Präsentation am Dienstag in Wien. Die Schüler mussten für diese Einstufung mindestens drei der üblichen Kriterien erfüllen, wie sie auch bei der Messung von Suchterkrankungen angewendet werden.
Im Bereich der pathologischen Leser wurde wiederum zwischen Missbrauch und Abhängigkeit unterschieden. Schließlich lasse sich bei 2,7 Prozent der Schüler eine Abhängigkeit feststellen, wobei wiederum 90 Prozent davon weibliche Jugendliche seien. Während der Anteil der Jungen im Bereich des Missbrauchs noch bei 31 Prozent liege, seien es bei der Abhängigkeit nur noch zehn Prozent.
4,5 Stunden täglich sind „krankhaft“
Die täglichen Lesestunden lagen bei etwas mehr als zwei Stunden täglich bei den nicht krankhaften Lesern. Gefährdete Personen würden sich im Durchschnitt über 4,5 Stunden täglich mit Lesen beschäftigen. Besonders hoch sei die Lesedauer bei abhängigen Lesern, diese würden an Schultagen etwa sechs Stunden täglich lesen, am Wochenende steige die Zahl auf durchschnittlich acht Stunden pro Tag.
Einflussfaktoren zu Hause
Signifikant sei bei krankhaften Lesern, dass sie im Durchschnitt ein Jahr früher mit dem Lesen von Büchern begonnen haben, so Betthany. Zudem würden sie häufiger aus einer „Broken Home“-Situation kommen, wie sie etwa durch das dauerhafte Fehlen eines Elternteiles gekennzeichnet sei. „Möglicherweise ist hier die elterliche Kontrolle nicht so da“, meint Betthany.
Auffällig sei auch, dass pathologische Bücherleser auch zumeist aus Familien mit signifikant höherem Leseverhalten kämen. „Eltern und Geschwister, die Bücher lesen, können als Rollenvorbilder auf das Kind Einfluss nehmen“, so Betthany.
Charakteristika für Sucht
Krankhafte Leser würden, so Betthany, schlechter mit erlebten Stresssituationen umgehen können und ein geringeres Maß an funktionalen Bewältigungsstrategien aufweisen. „Charakteristisch für jede Suchtform ist, dass, wenn man sich in einer negativen Situation befindet, sich in die Sucht flüchtet, weil diese entlastet“, so Betthany. Knapp 36 Prozent gaben an, sich als Reaktion auf Ärger oder Traurigkeit „immer“ Büchern zuzuwenden. 23 Prozent würden das „meistens“ machen.
Charakteristisch für krankhaften Lesekonsum sei auch der Zuwachs der Gereiztheit und Langeweile, nachdem das Buch beendet wurde. „Ein Symptom, das bei der Gruppe der nicht pathologischen Leser nicht der Fall ist“, erklärt Betthany. „Es geht darum, zunächst positive Gefühle zu haben, um die negativen zu vermeiden. Dieses Verhältnis verschiebt sich aber mit der Zeit, was zur Steigerung der Sucht führt.“ Typisch für die Sucht sei auch, dass man sich häufig am Tag gedanklich mit dem Bücherlesen beschäftige.
Länger lesen als geplant
Als „schockierend“ bezeichnet Betthany das Ergebnis auf die Frage, ob die befragte Person schon einmal gelesen habe, obwohl sie sich vorgenommen habe, das nicht zu tun, bzw. länger gelesen haben als vorgenommen. Rund 16 Prozent der krankhaften Leser gaben an, meistens in dieser Situation zu sein, vier Prozent gehe es immer so.
Problem Harry Potter
Ein besonderes Problem seien Massively Multi Sequel Fantasy-Outstanding-Thrilling Books (MMSFOTB) wie „Harry Potter“, die ein besonders hohes Suchtpotenzial hätten. Die entscheidenden Faktoren seien etwa das darin eingebaute Fortsetzungssystem, die ständige Verfügbarkeit, das pausenlose Geschehen (andere lesen die Bücher schneller und haben daher einen Wissensvorsprung), das Gruppengefühl (gemeinsames Diskutieren von Handlungssträngen) sowie der eventuelle Verlust von Prestige bei geringerem Insiderwissen.
„Es geht uns nicht darum zu sagen, Bücher sind schlecht“, so Betthany. Es sollte jedoch das Suchtpotenzial von Büchern anerkannt werden. Eine weitere Maßnahme wäre die Übernahme der Therapiekosten durch die Krankenkassen, so Betthany. Mit einer Therapie lasse sich feststellen, warum die Person zur Lesesucht neige und was die Hintergründe seien.
Eltern empfiehlt Betthany unter anderem, die „Bücher nicht zu verteufeln“, besser sind zeitliche Regeln, wann gelesen werden darf, die Leseecke im familiären Raum zu positionieren und auch das Lesen nicht als Belohnung oder Bestrafung einzusetzen. Dem Lesen komme dadurch zu große Bedeutung zu.
(Anmerkung: Die vollständige Studie kann hier gelesen werden: Futurezone, ORF)
Folgendes Video (wie die Studie auch) kommt aus den Anfängen des Buchdruckes:
15 comments 16. Juni 2009
Tipp für die Lehrerausbildung: Die Top Lehrer/innen-Blogs 2009
Der Lehrerfreund ruft am (oder ab?) Sonntag, den 19. April 2009 auf, die besten Lehrer/innen-Blogs zu wählen. Die Blogs sind nach Geburtsdatum (dem allerersten Blogeintrag) kategorisiert in Säuglinge, Etablierte und Veteranen. Eine Jury wählte aus 70 vorgeschlagenen Blogs die zehn Besten aus.
Würde ich an einer Pädagogischen Hochschule unterrichten, dann würde ich das Lesen einiger dieser Blogs als Ausbildungsbestandteil im Fach Didaktik, Pädagogik o. ä. einführen. Regelmäßige Kommentare und die Diskussion ausgewählter Beiträge könnten Bestandteil von Seminaren oder Hausarbeiten sein. Wenn Studierende oder Professoren schon nicht selber bloggen, dann könnten sie zumindest dieses wertvolle Potential nutzen. Dies könnte angehende Lehrer damit vertraut machen, guten Unterricht über Internet auszutauschen oder sich über Blogs oder was-da-auch-demnächst-noch-kommen-mag, weiterzubilden. Wer meint, das sei zuwenig wissenschaftlich, der sollte sich fragen, ob unsere Kinder eher Wissenschaftler oder Pädagogen im Klassenzimmer brauchen.
Die Top10-Liste der Lehrer/innen-Blogs ist jedenfalls eine tolle Auswahl für angehende und aktive Lehrer. Prädikat: besonders wertvoll.
P. S.: Selbstverständlich freut es mich sehr, dass mich der Lehrer/innen-Freund in die Vorauswahl der Säuglinge gewählt hat. Unter die Top3 hat es für mich nicht geklappt, macht aber nichts. Ein großes Dankeschön an die Redaktion. Unter den Top70 waren etliche gute Blogs dabei, auf die ich in den letzten 3 Jahren trotz hartnäckiger Suche nach Lehrer-Blogs noch nicht gestoßen bin. Ein besseres Blog-Verzeichnis für Unterrichtende gibt es derzeit nicht.
3 comments 18. April 2009
Das kluge Schulsystem …
hat als Systemteilnehmer kluge Leute. Diese klugen Leute sind im Schulsystem entweder hoch zu Ross (Amtsschimmel) oder an der Front (Lehrer, Schüler) anzutreffen.
Kluge Systemteilnehmer (Behörde, Lehrer, Schüler) tun Dinge, die andere nicht so gerne tun oder wo andere den Mut nicht dazu haben:
Sie ermöglichen Ausnahmen von Regeln, wenn es die jeweilige Situation erfordert. Nicht um zu manipulieren, sondern um ein größeres Ziel zu erreichen. Sie wissen, wann und wie sie improvisieren können und sie haben auch den Mut dazu. Denn die wirkliche Welt ist komplex und ändert sich rascher als alle Regeln. Und eines wissen sie genau: Regeln verhindern Chaos, erzeugen aber letztendlich nur Mittelmaß.
Einige dieser klugen Systemteilnehmer wurden vielleicht schon als Genies geboren. Aber bei weitem nicht alle, denn Klugheit hat mit Genialität kaum etwas zu tun. Leute werden klug durch die Erlaubnis zu improvisieren, neue Sachen auszuprobieren und manchmal zu versagen.
Nicht wenige bleiben auf der Strecke. Denn sogar die Ambitioniertesten unter ihnen geben auf, wenn sie immer gegen den Strom schwimmen müssen.
Doch viele schaffen es. Vor allem, wenn sie kluge Kollegen, Berater, Vorbilder und Lehrer haben, die ihnen eines lehren: Respekt.
Respekt vor sich selbst, vor den Klassenkollegen, vor den Lehrern und vor allem: Respekt vor dem Lernen.
(inspiriert und mehr oder weniger frei nach Barry Schwartz: „The real crisis? We stopped being wise“)
3 comments 17. Februar 2009
Fundstück für das Deutschstunde
Dr. Dieter Böhm von twinevents.de hat mich gestern auf diesen Song aufmerksam gemacht:
Die gesamte CD „Frei“ von den Wise Guys gibt es zB bei Amazon zu kaufen.
3 comments 7. Februar 2009
Wozu Schule?

fragt Seth Godin in einem Blog-Beitrag und gibt gleich 27 Antworten:
- Become an informed citizen
- Be able to read for pleasure
- Be trained in the rudimentary skills necessary for employment
- Do well on standardized tests
- Homogenize society, at least a bit
- Pasteurize out the dangerous ideas
- Give kids something to do while parents work
- Teach future citizens how to conform
- Teach future consumers how to desire
- Build a social fabric
- Create leaders who help us compete on a world stage
- Generate future scientists who will advance medicine and technology
- Learn for the sake of learning
- Help people become interesting and productive
- Defang the proletariat
- Establish a floor below which a typical person is unlikely to fall
- Find and celebrate prodigies, geniuses and the gifted
- Make sure kids learn to exercise, eat right and avoid common health problems
- Teach future citizens to obey authority
- Teach future employees to do the same
- Increase appreciation for art and culture
- Teach creativity and problem solving
- Minimize public spelling mistakes
- Increase emotional intelligence
- Decrease crime by teaching civics and ethics
- Increase understanding of a life well lived
- Make sure the sports teams have enough player
Meine Zustimmung zum Istzustand. (Naja, bis auf das Sports-Team, das haben wir nicht.) Interessant wäre eine Liste, wozu Schule gut sein sollte. Knifflig. Ich werde mal die fragen, die es wirklich betrifft, nämlich die Schülerinnen und Schüler.
1 comment 31. Januar 2009
Der gute Vorsatz, der böse Schweinehund und die hässliche Wahrheit

The good, the Bad and the Ugly
Wie gehen wir es an, das neue Jahr?
Zuerst mal, wie Jochen English aus „Thriving on Less“ zitiert:
Sich auf 4 – 5 wesentliche Punkte im Leben konzentrieren (Liste schreiben). Die wären beispielsweise: Familie, Job, Schreiben, Lesen und Laufen. Diese Liste bei jeder noch so interessant erscheinenden, lieb gewonnenen oder „wichtigen“ Tätigkeit durchgehen. Versuchen, Nicht-Listen-Tätigkeiten zu eleminieren oder zumindest zu limitieren. (Typische Zeitfresser: TV, sinnlose Blogs lesen …haha, erwischt…, usw.) Tut vermutlich weh.
Stephan List hat bei Scott H. Young gefunden, die vielzitierte Work-Life-Balance nicht so ernst zu nehmen, wie oft gepredigt wird. Mal im Job reinhauen, dass die Bäume krachen, mal 10 Wochen intensiv für den Marathon trainieren oder mal alles stehen und liegen lassen und sich 100%ig um die Family kümmern. Alles andere wäre fad und führt zu Stillstand. Recht hat er. Langfristig sollte die Work-Life-Balance aber stimmen.
Für jene Dinge auf der Liste, die erfahrungsgemäß zu kurz kommen, gibt es in der Gehirn und Geist 1-2/2009 einen Artikel „Den inneren Schweinehund überwinden“. Bezogen ist dieser auf Sport, er lässt sich aber vermutlich auch für andere „Schweinehund“-Tätigkeiten anwenden. Da der Schweinehund aber derzeit immer zusammen mit mir auf die Waage hüpft, kommt das Rezept aus der Gehirn und Geist jetzt in aller Kürze:
- Setze Dir ein Ziel, das erstrebenswerte Konsequenzen hat (z. B.: „Laufen, um gesund zu bleiben, weniger Kilo zu haben, widerstandsfähiger zu sein, etc.)
- Kannst Du das Ziel überhaupt erreichen? Bist Du überzeugt davon, dass es für Dich machbar ist? (Nein? Dann zu Punkt 1 retour).
- Will es Dein Umfeld (=extrinsische Motivation) oder willst Du es selber (=intrinsische Motivation). Intrinsisch ist besser. Viel besser.
- SOS-Plan erstellen – Soll ich, oder soll ich nicht? Dieser (am besten schriftlich fixierte) Wenn-Dann Plan überlistet den inneren Schweinehund. Beispiel: Wenn es morgen stürmt und schneit, dann radle ich am Heimtrainer 1,5 Stunden anstatt eine Stunde zu laufen. Wenn Tante Anna morgen nachmittag kommt, dann gehe ich eben abends laufe. (Die dazu notwendige Stirnlampe liegt mit neuen Batterien schon beim Laufzeug).
Als Fazit: Gute Vorsätze installieren, Rezept gegen den bösen Schweinehund stricken und die hässliche Wahrheit kann kommen.
1 comment 6. Januar 2009
Tausche Geld gegen (guten) Unterricht
Unter diesem Motto könnten einige Infos stehen, die diese Woche durch mein Ohr und mein E-Mail Postfach reingeflattert kamen:
Erstens:
Interessant erschien mir die Realisierung einer beruflichen Ausbildungs-Partnerschaft im Rahmen des EU-Projektes „Leonardo“, vorgestellt durch Agenten das Team der Nationalagentur Österreich (… welch ein Name).
Das würde so aussehen:
- Man suche sich zwei europäische Partner im Ausland (egal ob Schule, Unternehmen oder Institution). Reine Schulpartnerschaften sind nicht erlaubt.
- Jeder Partner beantragt dasselbe Projekt bei der jeweiligen Nationalagentur (… langsam gewöhne ich mich an den Namen… nein, doch nicht).
- Man führe ein Projekt durch und hat am Ende irgendein vorweisbares Ergebnis (Video, DVD, Bericht, Ausbildungskonzept, Produkt, …)
- Zur pauschalen Abdeckung der Kosten erhält man je nach Anzahl der dazu benötigten Reisen (… die nennen das „Mobilitäten“) zwischen EUR 8.000 und EUR 24.000.
Nähere Infos unter lebenslanges-lernen.at und laufende und abgeschlossene Projekte finden wir in der Adam-Datenbank. Nähere Infos und Beratung bei der Nationalagentur in Ihrer Nation.
Zweitens:
Fördern lassen können sich „Fachleute der beruflichen Aus- und Weiterbildung“ 1 bis 6 Wochen im Ausland. Dieser Aufenthalt sollte dem Erfahrungsaustausch und dem Wissenstransfer dienen, dem spezifischen Berufsfeld angeglichen sein, der Qualität der Ausbildung dienen und daheim dann wieder verbreitet werden. Auch ganz nett.
Drittens merken Bildungsverantwortliche langsam aber sicher, dass eContent für eLearning irgendwie notwendig ist. Und ich vermute, dass die vermuten, dass haufenweise eContent auf Lehrer-Notebooks herumschwirrt und der so super-gut ist, dass andere den auch unbedingt einsetzen wollen. Beispiele gibt es hier und hier (… know what I mean??). Und da kam prompt eine email reingeflattert, in der das bmukk (für meine deutschen und schwiezer-Leser: die nationale Bildungsbehörde) ganz schüchtern und leise eine nicht näher genannte Abgeltung für die freiwillige und uneigennützige Überlassung von Content auf 5 Jahre in Aussicht stellt. Wieviel, das sagt der Antrag nicht. Aber zumindest kann jeder mal einreichen.
Einreichbedingungen runterladen. Viele, viele Infos, was die wie und wo genau wollen: Hier bei der virtuellen Schule.
Viertens findet diese Woche eine OBIS-Pflichtveranstaltung statt. (Ich habe voriges Jahr über dieses oberösterreichische Berufsschullehrer-Informationssystem noch wohlwollend berichtet). Jede oberösterreichische Berufsschule ist per Erlass verpflichtet, einen Vertreter zu dieser Veranstaltung zu schicken. Dieser Vertreter hat zwei Unterrichtsvorbereitungen mitzubringen. Bei dieser Pflichtveranstaltung wird uns dann beigebracht, wie Unterrichtsvorbereitungen in das System einzupflegen sind.
Viel spannender finde ich allerdings, inwieweit das System gegenüber dem Vorjahr verbessert worden ist und was sich die Betreiber ausgedacht haben, um einen regelmäßigen Content-Zufluss zu gewährleisten. (Die können ja nicht alle paar Wochen eine Pflichtveranstaltung abhalten. Oder doch?)
1 comment 23. November 2008
Für Birkenbihl Fans: signierte Star Trek Videos bei ebay
„Raumschiff Enterprise“ war für mich als Heranwachsender eine sehr prägende Fernsehserie (neben Mondbasis Alpha 1, Captain Future, Biene Maja, Heidi und Pippi Langstrumpf). Mit der Folgeserie „Star Trek – The Next Generation“ brauchte ich einige Monate Zeit, um davon begeistert zu sein. Und heute, mit meinen 37 Lenze, ist das Einlegen einer Star Trek DVD, egal ob Voyager, Deep Space 9 oder STTNG ein feierlicher Akt.
Vera F. Birkenbihl ist auch ein großer Star Trek Fan, vielleicht ein größerer als ich. Und irgendwie kam es, dass ich ihr zu Star Trek einige Fragen stellen durfte, ein Wort ergab das andere und – hoppla – nun bin ich aufgrund ihres bevorstehenden Umzugs in eine andere Stadt in den Besitz ihrer Star Trek Sammlung gekommen. Alle Videokassetten wurden von Vera F. Birkenbihl vorige Woche handsiginiert. Die Kassetten sind englische Originale – PAL-System (also mit normalen Recordern abspielbar). The Next Generation, Deep Space Nine, Voyager. Einige davon versteigere ich bei ebay: Hier meine ebay-Angebote.
Was das Faszinierende an Star Trek sei, habe ich beim Interview gefragt. Und dann sind wir auf die Technologie in Star Trek, dann zu Babylon 5, Ally McBeal, The Closer und Mechanismen der Politik gekommen. Hier die komplette Interview-Serie, gefilmt mit meinem Fotoapparat (hatte nichts anderes dabei…):
Star Trek ist metaphorisch
Die Technologie bei Star-Trek
Ally McBeal, Mann-Frau und Grenzpersönlichkeiten
Amerika und die Mechanismen der Politik
Und hier das Signier-Beweisvideo
7 comments 5. November 2008
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